Wenn Sie beim Schreiben des Entwurfes eine neue Denkrichtung entdecken, dann sollten Sie dieser Richtung ein paar Absätze folgen. Vielleicht führt die neue Richtung direkter zum Ziel als die geplante.
Wer mit seinem Text nicht weiter kommt sollte ein Feedback einholen. Ein positives, konstruktives Feedback gibt neue Impulse.
Streben Sie nicht nach einem „anspruchsvollen Stil“ beim Schreiben. Streben Sie nach Verständlichkeit, Präzision und Logik. Dann fällt Ihnen das Schreiben leichter und Ihrem Publikum das Lesen.
Für eine Literaturübersicht (Review-Artikel) benötigen Sie verschiedene Erkenntnisse, Beziehungen zwischen diesen Erkenntnissen und eine eigene Position. Bauen Sie die Erkenntnisse stufenweise aufeinander auf. Knüpfen Sie einen roten Faden indem Sie immer wieder auf die zentrale Frage zurückkommen.
Schauen Sie sich die Suchmaschine unter http://www.scirus.com/ an. Vielleicht wird Scirus Ihr liebstes Werkzeug für die Literatursuche.
Je mehr Sie schreiben, desto schneller entstehen gute Texte, desto mehr Spass macht das Schreiben, desto mehr wollen Sie schreiben. Probieren Sie es aus.
Um einen attraktiven Titel zu finden, braucht es Distanz zum Text. Diese Distanz haben Sie, wenn Sie nach einer längeren Pause Ihren Text mit frischen Augen betrachten. Und diese Distanz haben andere Personen, mit der Sie über Ihren Text und mögliche Titel sprechen.
Wenn Sie an einer Literaturübersicht arbeiten, sollten Sie kurze, formlose Texte schon in der Lesephase schreiben. Schreiben Sie regelmässig und beantworten Sie dabei eine der folgenden Fragen: Was weiss ich über das Forschungsgebiet? Was suche ich in der Literatur? Welche Denkschulen gibt es? Welche Themen werden intensiv diskutiert?
Achten Sie beim Lesen, beim Beschaffen von Informationen für Ihr Schreibprojekt, auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Informationsgewinn. Nicht maximaler Informationsgewinn ist das Ziel. Das Ziel ist ein angemessener Informationsgewinn bei minimalem Zeitaufwand.
Bauen Sie wissenschaftliche Texte so auf, dass zwei Lesergruppen angesprochen werden. Experten des jeweiligen Fachs sprechen Sie im Kernteil an. Wissenschaftler anderer Disziplinen (und interessierte Laien) sprechen Sie am Anfang und Ende an.